Das Prinzip des
Schaftwebens:
Die Kettfäden verlaufen
vom Kettbaum über die Streichwalze, die
Teilstäbe, die Schäfte, dem Riet, dem
Brustbaum zum Warenbaum. Die einzelnen
Kettfäden werden immer in bestimmter
Reihenfolge durch die Litzenaugen eines
Schaftes geführt, z.B. Keffaden 1, 3, 5,
7, 9, usw. Der andere Schaft, bzw. dessen
Litzenaugen, nimmt dann jeweils die
anderen Kettfäden auf, z.B. Kettfaden 2,
4, 6, 8, 10, usw.
Ein Webfach entsteht
durch das Senken und Heben der
Kettfäden. Durch dieses Webfach wird der
Schütze mit dem Schußfaden geführt.
Zur Bildung eines Webfaches braucht man
mindestens zwei Schäfte. Nachdem der
Schütze den Schußfaden durch das
Webfach geführt hat, wird dieser noch
lose liegende Schußfaden vom Riet an das
Warenende angeschlagen. Die
Musterungsmöglichkeiten sind beim
Schaftweben beschränkt, weil die Anzahl
der einsetzbaren Schäfte begrenzt ist.
Bessere Musterungsmöglichkeiten erreicht
man mit einem Jacquardwebstuhl.
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