"Alles auf dieser Welt funktioniert
nicht aufgrund der Realität, sondern aufgrund ihrer Einschätzung. (...) Die Welt wird nicht
mehr durch Eigentum oder Öl regiert, sondern nur
noch durch Bits & Daten. (...) Es geht nur
noch um die Kontrolle der Informationen."
(Sneakers - Die Lautlosen - Universal)
Daraus folgt: Wer
die Meinungsbeeilfußung (durch die
Informationen) erkennt, analysieren & deuten
kann, hat mit einem zeitlichen Vorsprung
genügend Spielraum um auf kommende Trends
vorbereitet zu sein. Wer optimal auf die Trends
vorbereitet ist, kann auch optimal daran
verdienen. Dieser zeitliche Vorsprung läßt sich
allerdings nicht mit Modemagazinen, Sendungen wie
Amica- oder Brigitte TV, dem Radio, den Plakaten
auf Bussen oder Hauswänden, und auch nicht mit
dem Schauen von täglichen Soaps (Gute Zeiten,
schlechte Zeiten; Verbotene Liebe; Unter
Uns;...), in denen die neueste Mode auf wundersame Weise immer präsent ist, erreichen.
Die Modebranche besteht fast ausschließlich aus
Trends. "Nur wer es versteht, den Markt für
Textilien zu analysieren, und wer warenbezogene
und betriebswirtschaftliche Trends frühzeitig
erkennt, wird auch in Zukunft Erfolg haben, da er
absehbare Tendenzen nutzen oder ihnen
entgegenwirken kann." (Rüdiger Jung,
Direktor der Lehranstalt des Deutschen Textileinzelhandels in Nagold, Studienführer)
Wo bekommt man nun
die Informationen her, die die Trends von morgen
anzeigen?
Textile
Messen
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Wer auf
die Messen geht, weiß was alle wissen,
die auf den Messen waren. |
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Fachzeitschriften
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Wer die Fachzeitschriften
ließt, weiß was alle wissen, die diese
Zeitschriften lesen. |
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Info-Reisen
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Wer reist, kennt die
Trends aus anderen Ländern, die
Deutschland vielleicht voraus sind. Diese
Trends kennen auch alle, die an
glaubwürdige Infos aus diesen Ländern
kommen. |
Folge: Je mehr
Händler die gleichen Informationsressourcen
nutzen, desto ähnlicher wird die Reaktion auf
diese Informationen. Daraus ergibt sich ein
Einheitsbrei in den Geschäften. Jeder hat, was
alle haben. Dies ist auch ein Teil des Erfolges
der vertikalen Ketten H&M, Orsay,
NewYorker, Zara,... .
Dort gibt es eben nicht die üblichen Shops von
Tom Tailor, Joop!, Esprit, Street One, Lerros,
Schiesser, etc. Diese
Geschäfte haben Ihre eigene Art auf Trends zu
reagieren oder gestalten sie zum Teil selber.
Wie jedoch kann der Händler an
Informationen kommen, die nicht jeder hat, ohne
sich einem zu hohen Moderisiko auszusetzen?
Trend-Scout
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Wer über einen eigenen
Trendscout verfügt, zeigt damit, dass er/sie die Bedeutung der Trends erkannt
hat. Die Frage ist natürlich immer, ob
ein Unternehmen sich jemanden leisten
kann, der nichts anderes macht, als immer
auf der Suche nach den Trends der Zukunft
zu sein. Vor allem, weil dieser ohne ein
üppiges Spesenkonto wohl kaum
erfolgreich ist. |
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Internet-
Ressourcen
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Wer nur lange genug
sucht, der findet auch. Allerdings bitte
nicht nur nach den Seiten von TWnetwork, das
ist keine Innovation, sondern
Pflichtprogramm. Doch was ist in dieser
Branche schon Innovation? Problem: Langes
suchen kostet viel Zeit. |
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Kooperation
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Freidenker, denen nichts
unmöglich ist, haben auch die
Möglichkeit sich mit anderen EZH
zusammen zu tun um kleine,
projektbezogene
"vertikalen/horizontale Ketten"
zu bilden. Vielleicht auch mit einem
Produktions- unternehmen, damit die ganze
Sache Sinn macht. Dies müsste allerdings
im großen Maße geschehen. Also z.B. mehrere ErfA-Gruppen zusammen. |
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Trendforschungs-
instititute
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Liefern oft wunderbare
Informationen, deren Kosten man sich
vielleicht mit ErfA-Kollegen teilen kann.
Damit wäre der "Trendscout"
praktisch outgesourct. |
Ganz wichtig sind
auch eigene Ideen.
Denn unterschiedliche Unternehmen verfügen immer
über unterschiedlich Informationsressourcen,
die es zu nutzen gilt.
Natürlich kann nicht jeder Trend
auf jeden EZH mit jedem Einzugsgebiet ein- oder
umgesetzt werden. Hier ist der Einsatz von
Marktforschung angesagt. Jeder Einzelhändler
(EZH) sollte eine Kartei von lokalen
Meinungsführern pflegen, zu denen er aktives
Beziehungsmanagement betreibt. Diese
Meinungsführer (Mode - Meinungsführer)
werden dann zu einer Umfrage eingeladen, in denen
der EZH die zu erwartende Akzeptanz der Trends in
seinem Einzugsgebiet vorab testen kann. Damit
reduziert sich das Moderisiko.
Nach einer Entscheidung für die
Aufnahme von Trend-Artikeln muss nach dem Ende
der Trends auf jeden Fall eine Analyse
durchgeführt werden. Wie erfolgreich war die
Umsetzung? Welche Fehler wurden gemacht? Was war
besonders gut und wird beim nächsten Trend
wiederholt? Was kann noch verbessert werden?
Diese Erkenntnisse können dann aktiv bei den
nächsten Trends umgesetzt werden.
Zum Schluss bleibt noch zu sagen,
dass Trends & Trendumsetzungen bei weitem
nicht den einzigen Teil des Umsatzkuchens
darstellen.
Ole Möhlmann
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