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Wahlfach - Leder

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Notizen

Leder hat keine Ettikettierung wie andere Textilien. Es ist keine Materialauszeichnung vorgeschrieben.

Ledermarkt hat in den letzten 5 Jahren 10% Zuwachs

In Deutschland gibt es keine eigene Lederversorgung. Die Rohstoffe kommen aus anderen Ländern.

In Deutschland gibt es keine Gerbereien mehr, da die Gerbereien jetzt in den Herstellerländern selbst übernommen wird. Dort gibt es auch keine so harten Umweltschutzauflagen. Weniger Kosten auch im Lohnbereich.

Der Lieferant von Leder sind Tiere, die nicht für die Lederzucht sondern für die Fleischgewinnung gezüchtet werden. IN Deutschland hergestelltes Leder verfügt über sehr hohe Qualitätsstufen.

Qualitätsstufen:

I: 8% des gesamten Lederaufkommens, bestes Teil der Haut, kaum Narben, keine Löcher, wenig Insektenstiche

II: Mehr Unregelmäßigkeiten

III: kleine Löcher und Unregelmäßigkeiten

IV : am meißten auf dem Markt. Viele Löcher , große Narben, Unregelmäßigkeiten,

Jede Haut ist verschieden, es gibt keine gleichen Häute,

Leder zuzuschneiden ist sehr Aufwendig, im Gegensatz zu anderen Textilien, Es muß alles von Hand zugeschnitten werden. Sehr hohe Personalkosten, wenn in Deutschland produziert und konfektioniert.

Eigenschaften von Leder:

Atmungsaktiv, Wasserabweisend, Leitet Wasserdampf vom Körper ab, winddicht (WICHTIG bei Motorrädern), elastisch, engt nicht ein, sitzt bequem und leger, Lederschuhe passen sich der Fußform an, Regenfest, sehr lange Lebensdauer (Ötzi), sieht auch abgenutzt gut aus, optimales Preis-Leistungsverhältnis, hohe Wertigkeit

Lammfell: Immer 21°C auch wenn die Außentemperatur total schwankt.

Gerberei:

Wenn die Haut abgezogen wird, und nicht behandelt wird, wird sie schnell von Fäulnisbakterien angefallen und vergammelt sofort.

Die Häute werden in Salz eingelegt und somit konserviert. (Salz entzieht der Haut die Feuchtigkeit und somit haben die Bakterien keine Chance zur Aktion). Haut ist steif wie ein Brett, nach Salzprozeß

  1. Wasserwerktstatt----
  1. waschen & weichen (Reinigen, entsalzen)
  2. Wuchsentfernung mit Chemie (Haut quillt auf)
  3. Ausspülen der Chemikalien- Es bleiben keine Chemikalien zurück
  4. Rindshaut ist 0,5 – 1 cm dick und wird in 3 Teile geschnitten

    Hautunterseite wird gereinigt

    durch Abscharben von Aderresten, Blut, etc gereinigt.

    Nun werden die Ränder abgeschnitten und die Hautunterseite durch Abscharben von Aderresten, Blut, etc gereinigt.

    Nun wird Chemie eingesetzt um das Fett der Haut zu entfernen. (Für die besser Haftung der Farbe; nur Chemie färbung

    In jeden Vorgang gibt der Gerber Chemikalien gegen die Bakterien.

    5 mg pcp / pro 1 kg Leder

    Die Haut besteht aus Eiweißfasern. Diese Eiweißfasern werden durch Gerbsäure (Natur oder Chemie) zu Lederfasern. Es gibt viel Gerbsäure in Eichenblättern (Eichen ab 60 Jahren)

    Früher waren Gerben ein sehr langwieriger Prozeß (ein Jahr) durch Chemikalien geht es wesentlich schneller (1 Tag)

    Sämisch Gereberei:

    Häute werden mit Fischöl eingerieben. Dann wird das Fischöl im warmen Soda-Wasser ausgewaschen. Matt gelbliche Farbe

    Vorteil: waschbar, saugfähig, sehr Hautfreundlich, keine Chemie drangekommen, sehr gute Schweißsaugung

    Wird oft bei originaler Trachtenbekleidung eingesetzt.

    Schweres Leder

    Gerberei mit Chemie

    Metallsalze haben ausgezeichnete Gerberwirkung. Chromsalze lösen sich in Wasser zu 100% auf. Dauer von Haut zum Leder: 1 Tag.

    Eigenschaften: hell, softig, niedriges Gewicht, sehr dünn; beliebig zu färben

    Sehr hohe Reißfestigkeit (1 mm dick)

    Idealer kommerzieller Gerberprozess

    Teilweise waschbar, das gesamte Chrom wird ausgespült, kein Rückstand mehr im Leder

    Kombinationsgerbung:

    Haut wird mit Pflanzengerbe vorgegerbt

    Der Rest geschieht dann chemisch.

    Wenn man bei der Chemiegerbung einen höheren Säuregehalt dazugibt zieht sich die Haut zusammen, Man erhält Schrumpfleder. – Gut für die Bomberjacke.

    Zurichtung

    Ausquetschen des nassen Leders

    Feuchtes Leder wird auf die gewünschte Lederstärke geschliffen (Walzen mit Schmirgelpapier)

    Bekleidungsleder (Durchschnittlich 0,6-0,7mm Dicke)

    Färbung

    Färbetechniken

    Faßfärbung: rotation, Faß mit Farbe+Leder im Faß (4h im Farbbad) Farbe wird zu 100% vom Stoff aufgenommen.

    Annelin-Färbung: in feinster Pulverfom wird die Farbe ins Wasser gegeben, Die Farbe wird voll vom Wasser aufgenommen und es gibt keine Farbpartikel mehr im Wasser. So wie bei Tinte.

    Annelingefärbte Stücke haben sich nicht in Gewicht und Griff verändert.

    Ammelin-Färbung wird für hochwertige und minderwertige Stücke gleichermaßen angewendet.

    Semi-Annelin. Erst wird es im Faß Annelingefärbt. Dann wird die rechte Warenseite gleichmäßig mit Farbe besprüht. Die Farbpigmente bleiben auf der Oberfläche kleben und dringen nicht ein. – gleichmäßige rechte Warenseite. Oft bei minderwertigem Leder sehr viel draufgespritzt.(kann zu Farbabplatzungen führen)

    Es gibt teilweise einen Farbabrieb. Es muß eigentlich so lange gespült werden, bis nur noch klares Wasser rauskommt. Dies wird teilweise nicht getan und es kommt zu Farbabrieb.

    Bei Lammfellen (Wolle und Leder) zusammen wird die Spezialfärbung eingesetzt. Es werden nur solche Farbmittel eingesetzt, die eine Verbindung mit dem Leder aber nicht mit der Wolle eingehen.

    Leder werden nun nachgeölt.

    Es gibt 3 Fehler die beim Nachölen immer wieder gemacht werden.

    a) minderwertiges Öl (Fichöl, daß an der Luft anfängt zu stinken, nicht reperabel)

    b) zu wenig Öl (zu wenig Elastizität , Leder kann leichter reißen)

  5. zu viel Öl. Öl kommt nach einer gewissen Zeit wieder heraus. Folge Grauschleier, der durch föhnen wieder abgewischt werden kann

 

Nappa: glatte Lederaußenseite (kann hochglänzend ausgerüstet werden. Seidenglanz)

 

Velours: Rückseite des Leders. Walze, die mit Kratzen beschlagen ist, reißen aus dem Leder kleine Fäserchen, aufgerauht. Nachteil. Lederstaub kann zurückbleiben. Es gibt sich nach 4-5 mal tragen.

 

Nubuk: glatte Nappaseite wird fein angeschliffen (die Fasern sind viel kürzer als Veloursfasern)

 Gewachstes Leder ist kratzempfindlich

Musterartiges Scheifen. Mit Folien , die Mustermäßige Löcher haben

 

Antik-Leder.

Antik-Charakter. Leder wird künstlich auf Alt getrimmt.

 

Elastikleder: für enge Röcke und enge Hosen

 

Genadeltes Leder: erhitze Nadeln machen große Runde Poren. Nadeln gehen nicht ganz durch das Leder.

 

Perforiertes Ledes: transparent, mit Löchern

 

Folienleder (silber Gold mettalic) auf der Rückseitge grau. Auf der Vorderseite: Metallfolie aufgebügelt.

Video-Polen halb 10 in Deutschland wo ist mein Knoppers.

 

Geprägtes Leder: Leder wird eine andere Strucktur gegeben, als es in der Natur vorkommt. (CROCO)

 

Nappierte Leder: Lammfelle, die außen glatt sind, also nicht die Verloursseite haben. Die Verloursseite wurde geglättet (nappiert)

Nappalane = nappierte Lammfelle

Snowtop = Schneespitze (Wollspitzen sind hell)

 

 Leder  / Wahlfach  /  Ole Möhlmann  / www.fashion-links.de


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